Emerging Markets – Alles dreht sich um das Wachstum
„Die Emerging Markets wachsen aktuell im Durchschnitt um 6,6 Prozent, in den Industrieländern wächst das Bruttoinlandsprodukt dagegen um nur 2,2 Prozent“, sagte Mark Mobius, Fondsmanager und Executive Chairman bei Templeton Asset Management. Aktuell sehe er zwei große Trends: den steigenden Konsum sowie steigende Rohstoffpreise, von denen die rohstoffproduzierenden Schwellenländer profitierten. „Alles dreht sich um das Wachstum, und das ist da“, so Mobius weiter. Auch die derzeitige Hype, die stark steigende Zuflüssen in Emerging Markets Aktien sehe er grundsätzlich nicht als Problem: „Im vergangenen Jahr gab es Neuemissionen von 236 Milliarden US-Dollar, in diesem Jahr wird ein Volumen von 437 Milliarden an die Börsen gebracht, und wir wissen, dass sich IPOs mit einem Volumen von 240 Milliarden in der Warteschleife befinden“, sagte der Templeton-Fondsmanager. Kurzfristig sehe er allerdings ein „Gleichgewicht“ bei Angebot und Nachfrage. Mobius konstatierte auch, dass die Spreads zwischen US-Staatsanleihen und Emerging Bonds sich seit 2008 deutlich verengt hätten. „Die Risiken werden heute wieder als relativ niedrig eingeschätzt“, sagte Mobius weiter. Überdurchschnittliche Anlagechancen sieht Mobius derzeit in den so genannten Frontier-Märkten, also Schwellenländer, deren Kapitalmärkte sich in einem frühen Entwicklungsstadium befinden und gleichwohl ein überdurchschnittliches Wirt- schaftswachstum aufweisen. Um die Risiken der hohen Volatilität an den Märkten zu mindern, rät Mobius zu einem schrittweisen Investment.
Wie eine Analyse des Fondsinformationsdienstes Lipper zeigt, sind Schwellenländer derzeit der Hoffnungsträger der Fondsanbieter in Europa. In Zeiten relativ niedriger Zuflüsse in Aktienfonds in Europa besäßen Fonds mit Anlageschwerpunkt Emerging Markets eine zentrale Rolle, sagte Mauro Baratta, Chefanalyst bei Lipper Fund Market Information. „Im Jahr 2003 lag der Anteil der Emerging Markets Aktienfonds an den Nettomittelzuflüssen bei 16 Prozent, in diesem Jahr sind es 70 Prozent“, sagte Baratta. Auch bei Schwellenländer-Anleihen verzeichne die Fondsbranche derzeit eine „unglaublich hohe Nachfrage“. Dass der Kursphantasie allerdings oft eine ernüchternde Realität gegenübersteht, machte Vincent Strauss, Fondsmanager und Partner bei Comgest S.A., deutlich. „Man sollte beachten, dass zwischen 1994 und 2008 für Euro-Investoren bei den großen Schwellenländer-Indizes wie dem MSCI Emerging Markets aus Renditegesichts- punkten nichts zu holen war. Das vergisst man in der allgemeinen Euphorie heute“, sagte Strauss. Auch wenn er positiv für Schwellenländeraktien gestimmt sei, müsse er feststellen, dass eine Anlage in Schwellenländer heute nicht mehr eine „antizyklische Wette“ sei. Allerdings ist auch realwirtschaftliche in Schwellenländern nicht alles eitel Sonnenschein. „Die Länder Osteuropas sind noch nicht aus der Krise entstiegen, es besteht der dringende Bedarf nach Strukturreformen“, sagte Franziska Ohnsorge, Senior Ökonomin bei der European Bank for Reconstruction and Development (EBRD) bei einem Vortrag. Ob die Schwellenländer in Osteuropa tatsächlich eine stützende Rolle in der Weltwirtschaft spielen könnten wie es bei anderen Regionen der Fall sei, müsse sich auch unter restriktiveren Rahmenbedingungen der Notenbanken erweisen. Mit 250 Teilnehmern aus dem aktiven, passiven und alternativen Investment Bereich hat das erste portfolio masters, die neue Asset-Allocation-Konferenz des portfolio Verlages am 11. und 12. Dezember im Hotel Intercontinental in Frankfurt am Main stattgefunden. Als Weiterentwicklung des in den letzten drei Jahren etablierten und zum Branchentreffpunkt gewachsenen portfolio ETF- Forums hat der Verlag das Format der neuen Asset-Allocation-Konferenz erfolgreich gestartet.
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