Targobank: Technologieaktien sind wieder erschwinglich
Dr. Daniel Grabowski, Investment-Research TARGOBANK
Investmentfonds.de - Düsseldorf, 24. April 2026 – Die Welt blickt gebannt auf den Ölpreis. Doch seit Beginn des Irankriegs haben sich vor allem Technologieaktien gut entwickelt. Diese galten lange als sehr optimistisch bewertet. Inzwischen sind Technologieaktien für Anleger wieder bezahlbar.
US-Technologieaktien galten lange als das teuerste Segment an der Börse. In den Augen vieler Beobachter galten die Titel sogar als überbewertet, trotz der oft sehr hohen Profitmargen. Insbesondere im Hype um Künstliche Intelligenz (KI) nahmen die Aktienkurse der Tech-Unternehmen weiter Fahrt auf. Die hohen Gewinnprognosen – teilweise waren es eher Gewinnfantasien – führten dazu, dass immer mehr Investoren bereit waren, für diese Aktien einen deutlichen Aufpreis gegenüber Titeln anderer Branchen zu zahlen. Viele Investoren hatten offenbar Angst, das Geschäft des Jahrhunderts zu verpassen. Gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das den Aktienkurs ins Verhältnis zum erwarteten Gewinne pro Aktie setzt, erreichten Tech-Aktien ein KGV von 30 und mehr. KI-Chip-Hersteller Nvidia wurde zum Beispiel im Januar 2023 noch mit einem KGV von 81 gehandelt. Anleger zahlten dem KI- und Grafikchip-Hersteller demnach mehr als 80 Dollar für einen Dollar Gewinn pro Jahr.
Nach dem KI-Hype war eine Korrektur fällig
Doch das Narrativ vom margenstarken KI-Geschäft hat Risse bekommen. Mittlerweile bezweifeln viele Investoren, dass sich die Zig-Milliarden-Investitionen in der Tech- und vor allem KI-Branche wirklich so schnell auszahlen und die hohen Gewinnmargen angesichts steigender Zins- und Finanzierungskosten überhaupt erreichbar sind. Entsprechend haben sich viele Investoren von KI-Investments wieder getrennt. Auch Software-Aktien haben deutlich Kurseinbußen verzeichnet, weil Anleger deren Geschäftsmodell durch selbst programmierende KI bedroht sehen.Zwar sind einige dieser Tech-Aktien nach wie vor sehr teuer, aber insgesamt hat der IT-Sektor des US-Leitindex S&P 500 inzwischen fast das gleiche Bewertungsniveau erreicht wie der Gesamtindex. Das durchschnittlich KGV von US-amerikanischen IT-Aktien lag vor kurzem noch bei rund 30, sank aber in den vergangenen Wochen auf rund 20 und liegt damit fast gleich mit dem breiten S&P 500. Die sogenannten „Glorreichen 7“ (Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Nvidia und Tesla) sind mit einem KGV von durchschnittlich 24 etwas teuer, aber ebenfalls spürbar günstiger geworden.
Unterschied im KGV zwischen US-IT-Sektor und S&P 500-Index
Quelle: Bloomberg, Targobank
Gewinne gesteigert, Prognosen angepasst
Die Normalisierung der Preise hat einen positiven und einen negativen Hintergrund. Unschön war, dass die Kurse von IT-Aktien zuletzt gesunken sind. Positiv wirkt hingegen, dass die Gewinne der Tech-Unternehmen stark gestiegen sind. Viele Wachstumsfantasien haben sich inzwischen bewahrheitet, sodass die Kurse nun durch starke Fundamentaldaten gerechtfertigt sind. Niedrigere Kurse und höhere Gewinne führen zu einem attraktiveren Bewertungsniveau gemäß KGV. Auch für die Berichtssaison für das erste Quartal 2026, die aktuell anläuft, erwarten Analysten laut Finanzdienstleister Factset ein hohes Gewinnwachstum für den IT-Sektor von beeindruckenden 45 Prozent gegenüber Vorjahr! Dies ist deutlich über dem erwarteten Gewinnwachstum für den breiten S&P 500, das mit etwa 13 Prozent auch schon beachtlich hoch ist.Chancen nutzen, Risiken streuen
Tech-Aktien sind durch diese Korrekturphase somit wieder erschwinglich geworden und bieten mittel- bis langfristig weiterhin gute Chancen. Anleger sollten jedoch bedenken, dass eine langfristig erfolgreiche Anlagestrategie immer erfordert, seine Investments breit über verschiedene Assetklassen, Branchen und Regionen zu streuen. Dabei sollten aussichtsreiche Tech-Aktien natürlich nicht fehlen, aber nicht die einzige Position sein. So gibt es etwa auch in den Schwellenländern hohe Wachstumschancen bei gleichzeitig teils günstigen Bewertungen.- Ende der Nachricht
Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (Targobank). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (Targobank)
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Das Unternehmen setzt bei seiner Vermögensverwaltung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, , um rechtzeitig auszusteigen aus Aktienmärkten oder später zu günstigeren Kursen wieder einzusteigen. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
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